LOGBUCH

LeNo die Band 2017

THE TIMES THEY ARE A CHANGING

- aus LeNo die Band wird das Duo LeNo PUR -

Eine Paarbeziehung hat manchmal Angst vor dem verflixten 7.Jahr. Bands schaffen meist nur fünf Jahre. Warum das so ist ? Schwer zu erklären aber oft schon selbst miterlebt...

Auch bei uns – LeNo die Band – hat sich mittlerweile die Weisheit des Nobelpreisträgers Robert Zimmermann alias Bob Dylan bewahrheitet. Wir wussten bereits bei Gründung dieser Band, dass unser Weg kein leichter sein würde. Als Nicht-Cover-Band ist viel Durchhaltevermögen gefragt und eine gehörige Portion Leidenschaft für das eigene Projekt zumal bekanntlich der Prophet im eigenen Land nicht wahrgenommen wird.

Nein, es gäbe heute keine guten Songs, wenn die vielen Alt-Meister der Rockmusik, des Blues, unsere Liedermacher usw. nur als Cover-Interpreten ihr musikalisches Dasein gefristet hätten. Eine Welt ohne die Song-Klassiker von den Beatles, den Rolling Stones, Bob Dylan, Eric Clapton und und und … ist heute einfach unvorstellbar. Nur-Cover-Bands hätten mangels Songvorlagen keine Existenzgrundlage mehr – ein schrecklicher Gedanke !!!

Covern ist wichtig. Jede Band lernt ihr Handwerk indem sie die Lieder ihrer großen Vorbilder nachspielt. Auch wir haben unser Handwerk in vielen Bands auf diese Art gelernt. Doch irgendwann bringt das alleine keine Erfüllung mehr, wenn man weiß, auch das Talent zum Texte schreiben und komponieren in sich zu tragen.

LeNo die (Gründungs)band gibt es nun nicht mehr. Unser letzter Gig auf der Seebühne der Landesgartenschau in Bayreuth im Mai 2016 war somit auch unser Schlusskonzert. Eine gewisse Vorahnung schwelte bereits damals in mir und hat sich dann letztendlich bestätigt. Es war eine schöne Zeit als Musiker-Quartett. Wir durften auch an Orten auftreten, wo viele Cover-Bands vergeblich anklopfen, weil dort eben das Besondere und Nicht-Alltägliche gefragt ist.

Unsere beiden Ex-Mitmusiker Christian und Winni trennten sich von der Band im allgemeinem Einvernehmen. Christian hat mittlerweile einige anderweitige musikalische Verpflichtungen angenommen und hat als frischgebackener Opa neue Aufgaben. Winni wollte allgemein etwas kürzer treten um sich wieder mehr um seine Musikscheune und sein Privatleben zu kümmern. Wir wünschen den beiden Musikerfreunden alles Gute für die Zukunft. Wir treffen uns ja weiterhin bei den monatlichen Musikerstammtischen zum gemeinsamen Jammen.

Lemmy und ich machen jedenfalls weiter als LeNo-pur. Die Seele unsrer Lieder wurde und wird hauptsächlich von unseren Gitarren getragen. Schlagzeug, Percussion und Bass sind zwar ein schönes Beiwerk, welches wir bestimmt auch vermissen, aber es ist auch nicht unbedingt erforderlich. Dafür gibt es viele prominente Beispiele wie z.B. Crosby, Stills, Nash & Young, STS u.v.m. - die das als reine Gitarrenformation mit Erfolg praktiziert haben.

Also vorerst LeNo nur als Duo PUR und gerne auch ab und zu mal mit Gastmusikern oder Gastmusikerinnen. Da bleiben wir flexibel. Einige Vorteile haben wir als Duo: Wieder mehr Platz um auch in kleineren Event-Kneipen aufzutreten und wieder mehr Zeit für neue eigene Songkompositionen.

Landesgartenschau Bayreuth 2016

Landesgartenschau Bayreuth 2016

Donnerstag, 19. Mai, 14 – 16 Uhr

Seebühne – LeNo die Band

 

Geschafft … und trotz schlechtem Wetter, ungünstigem Tag und nicht optimaler Uhrzeit kamen doch wieder viele treue LeNo Fans aber auch viele der anwesenden Landesgartenschau-Besucher wurden bereits bei unserem Soundcheck angelockt. Letztendlich geschätzte Zuhörerzahl bei ca. 70 Leuten. Ganz beachtlich, denn mehr als 100 Besucher waren wohl zu dieser Zeit nicht auf der LGSchau.

Ja ja, wiedermal waren die Leute sehr überrascht und hielten uns für eine Profi-Band. Ihr klingt wie Wolfgang Ambros usw. und wieso spielt eine Band wie ihr nicht am Wochende abends? Wir können es nicht beantworten. Aber es hat uns schon gefreut.

Bis zum Schluss harrten die Zuhörer bei nicht gerade warmen Wetter und ständiger Regendrohung aus und wir konnten unser komplettes Zugabenprogramm - noch mit viel Beifall bedacht - abliefern. Einige wollten bereits in der Pause eine LeNo-CD kaufen. Die gab es natürlich aus besonderen Anlass zum Sonderpreis.

Einige Fotos von diesem Tag gibt es auch noch auf unsrer Homepage und irgendwann (wenn ich wieder etwas mehr Zeit habe) vielleicht auch einige Video-Liveclips von uns.

Wir machen jetzt Konzert-Sommerpause und nutzen die Zeit um neue Lieder einzuüben. Wie lange diese Kreativ-Pause dauern wird, wissen wir jetzt noch nicht. Vielleicht gibt’s schon ab Herbst wieder LeNo-Konzerte mit einem neuen Programm?

 

Bis dann – wir melden uns zurück ...

2016 - gut angekommen und wie geht´s weiter?

Wir hatten 2015 nicht viele Konzerte. Nicht weil wir unsäglich faul sind, nein, wir finden einfach nicht genügend für uns passende Lokalitäten für unsere Art von Musik. Club-Athmosphäre, schön intim mit engem Kontakt zum Publikum, Kleinkunstbühnen oder eben Vergleichbares, wie das Kintopp in Hollfeld. Egal, wo wir bisher aufgetreten sind waren die Menschen begeistert, froh und bedankten sich bei uns für den wunderschönen Abend.

Für uns gibt es in Franken - auch Oberfranken - noch viele weiße Flecken, wo wir gerne einige Farbtupfer hinterlassen würden.

Nun, gerade erhielt ich die Nachricht, dass wir wieder mit einem weiteren LeNo-Song auf den bundesweit angebotenen 3 CD-Album "Franken-Herzen" vertreten sind. Nach "Franken-Sterne" der 2. Teil des WHO IS WHO der fränkischen Musikszene aus 50 Jahren Musikgeschichte. Da hat wohl ein verantwortlicher Redakteur einen Narren an der Band LeNo gefressen?

Ward mers ab und schaua amoll, wies werd im Neia Joahr!

FRUSTLIED 2015

Auf vielfachem Wunsch nach unserem Konzert im Kintopp-Hollfeld hier der Text unseres LeNo-Songs zur aktuellen Flüchtlingssituation:

 

FRUSTLIED 2015

Text: Agathe Wachter & Norbert Appel (November 2015) / Melodie nach Chimes of freedom: BobDylan (Version: Byrds)

 

Die Toch wern wieder kürzer und mir spürn jetzt scho die Kält

die Blätter tanzen und das Thermometer fällt.

Mir sitzen in der warmen Wohnung, schenken uns an Rotwein ein.

Su hält mers aus, su simmers g´wöhnt und su soll`s bleim.

 

Und wenn ich in meim Bett lieg und kann den Regen prasseln hörn,

dann seh ich Bilder, die des Herbst-Idyll doch ganz empfindlich störn.

A klaaner Buu im roten Hemdla liegt ertrunken an am Strand,

er hot´s net gschafft, den Weg in`s vielgelobte Land.

 

Ka Mensch verlässt sei Heimat, do muss erscht viel passiern.

Mer kann verhungern und im Flüchtlingszelt erfriern.

Oder flüchtet nach Europa, setzt sei Läim dabei aufs Spiel.

Doch wenn die Welt dahaam verbrennt gibt’s nur a Ziel.

 

Und stell dir vor, wie des wohl sa muss, wemmer alles dort aufgibt.

Des tut bestimmt sauweh, wemmer sei Wurzel tief aus der Erdn zieht.

A Flüchtlingsstrom der Massen, sucht Schutz in unnerm Land,

denn ihre Heimat ist zerbombt und ausgebrannt.

 

Ich waaß in unnerm Land ham viele Angst vor fremde Leit.

Doch wemmer nachdenkt is mer vielleicht a bereit

diese Chance zu begreifen, die uns des Schicksal bringt

und die Parolen von den “Rechten“ net mitsingt.

 

Des is a Chance für uns und sicher a die Chance für dia Leit.

Mir lerna voneinander und dann kummt gewiß die Zeit

wo sie dann letztendlich ihr Heimatland neu baun,

die Wunden heilen und als Freunde uns vertraun.

 

Wenn bald die Läden in der Weihnachtszeit uns zum Luxuskauf verführn,

do spielt´s ka Rolln, do hammer Geld, do sollmer kaufen.

Mir füll´n die Bäuch mit Broutn, Plätzla, Stolln, mit Schampus und mit Bier

und mer verdrängt dass Leit` im Mittelmeer ersaufen.

 

Sie homm zu aner Fraa, hochschwanger, gsocht, wir homm kann Platz für dich.

Du kannst dich mit deim Moo und dem Esel in unnerm Stall verkriech.

Wär die Familie dann net später, mit ihr´m Kind nach Ägypten g´flücht

sondern im Boot zu uns, gäb´s Weihnachten vielleicht nicht.

 

 

Kintopp Hollfeld (13.11.2015)

Unsere Jahresabschlusskonzert zusammen mit dem Bayreuther Mundartartdichter Heiner Hartmann war für uns und für alle anwesenden Zuhörer ein voller und auch unvergesslicher Erfolg. 

Ja das Konzert war wohl mit eines unsrer besten. Entsprechend fielen auch die Feedbacks der Zuhörer aus. Der Sound im Kintopp ist aber auch hervorragend und wir waren sehr gut drauf. Mehr als drei Stunden hielten wir die Zuschauer im Kintopp bei guter Laune und auch nach mehreren Zugabe-Songs wollte keiner aufstehen und gehen. Irgendwie war es sehr familiär-harmonisch-intim und wieder einmal gab es ein tolles Feedback zwischen Band und Publikum.

Das von Agathe Wachter (Band True Colours) und mir zusammen kurzfristig für diesen Abend komponierte Frustlied 2015 zur aktuellen Flüchtlings-Problematik fand begeisternden Anklang. Wir hätten es gerne - wie geplant - mit Agathe zusammen vorgetragen. Leider machte uns da Agathes Erkrankung ein Strich durch die Rechnung. Schade, denn somit musste ich leider auch noch unseren Duett-Song A Yearning in my heart ohne ihre gesangliche Unterstützung singen.

Unser ganz besonderer Dank an das nette Kintopp - Team

für ihre Unterstützung, auch wenn das Kontingent für das „Musiker-Catering“ aus Kostengründen eingeschränkt wurde und für etwas Missstimmung sorgte, haben wir doch letztendlich dafür Verständnis. Bei den moderaten Bierpreisen und der optimalen Qualität des fränkischen Bieres im Bistro kann auch ein armer Musiker sich noch einige Durststiller aus eigener Tasche leisten und womöglich bleibt auch noch was von der Gage für einen neuen Satz Gitarrensaiten übrig. Als Amateurband erspielt man selten einen Gewinn, trägt alleine die Kosten für Instrumentarium, Proben, Bühnenequipment, An- und Rückfahrt. Unsere eigentlicher Lohn ist ein zufriedenes Publikum, der Applaus, das positive Feedback - nicht immer selbstverständlich bei Eigenkompositionen - und unsere eigene Spielfreude.

Noch eine kleine Anmerkung

Bei LeNo-Konzerten bekommt der Zuhörer zu einem geringen Eintrittspreis immer ein optimales „echtes“ LIVE-Konzert, was bei einigen Profi-Bands wie z.B. einige Tage vorher in der Oberfrankenhalle in Bayreuth nicht der Fall gewesen sein soll. Vermutlich gibt es aber doch viele Konzertbesucher, welche sich gerne für 60 € Eintritt bei einem Santiano-Konzert mit einem Voll-Playback verar... lassen.

Unsere Meinung

Ein Armutszeugnis für Profimusiker und eine Unverschämtheit dem Publikum gegenüber !

Wie wär es mal alternativ mit einem "ehrlichen" Livekonzert mit der LeNo-Band zu einem moderaten Eintrittspreis und einem stimmungsvollen, abwechslungsreichen Abend ?

 

 

Kommunbrautag Mitterteich 2015

Trotz zunehmender Kälte hielten wir und die Besucher im Hof der Zoigstube Lugert am 27.09.2015 zum Kommunbrautag tapfer durch. Mit einem fünfstündigen musikalischen Repertoire konnten wir als LeNo Band und auch - einmalig - als Oldie Cover Group (OCG) in der Besetzung der LeNo-Band + mit den beiden Mädels Agathe Wachter (Gitarre & Gesang) von True Colours sowie Heidi Schirner (Keyboard & Gesang) von Midnight Express die Gäste bei Stimmung und Laune halten. Weitere Infos dazu gibt es demnächst auch unter den Presseberichten auf unserer Website.

Kommentar eines Gastes:
Ja Mitterteich und Zoiglstuben bzw..-hof => ihr habt euch trotz der Schweinekälte sehr gut (wie immer) und tapfer geschlagen. Ganz nebenbei bemerkt, konnte ich beim Getränkeholen einem Gespräch zwischen zwei  Damen lauschen: Die eine war erst wegen der Kälte ausgerissen und in eine andere Zoiglstube indoor geflüchtet, da war es zwar warm, jedoch die Musike dort war gar nicht nach ihrem Geschmack. So kam sie zurück und lauschte weiter - wenn auch frierend - euren Liedern "

Noch etwas in eigener Sache.

So nebenbei konnten wir auch wieder einige LeNo-CDs loswerden. Fränggische Mundart scheint in der Oberpfalz doch ganz gut anzukommen (Live wie auf dem Silberling).

Nachdem bei den Gästen der Wunsch nach einer Wiederholung eines weiteren Konzertes sehr stark war, versprachen wir eventuell zum Vatertag 2016 noch einmal mit der OCG-Besetzung zu spielen. Der Zoiglwirt Lugert will dann einen Bus von Mitterteich nach Schwingen organisieren ...

Doch jetzt konzentrieren wir uns erst auf unser letztes LeNo-Konzert 2015 im Hollfelder Kintopp am Freitag, den 13. November. Karten können bereits im Vorverkauf über die Internetseit des Kintopp Hollfeld geordert werden. Wir hoffen auf euer zahlreiches Erscheinen und freuen uns auf ein Wiedersehen mit unseren Fans und auf die, die es noch werden (wollen, möchten, sollen).

OUR FIRST OPEN AIR CONZERT

So ein Freiluft-Konzert ist ja immer ein gewisses Wagnis und somit ein Termin, bei dem man nicht weiß, ob es klappt oder nicht.

Wir hatten Glück mit dem Wetter am 14. Juni 2015 mit unserem Special-Gig in den Gärten der Begegnung in Bayreuth. Gute Stimmung bei den Besuchern und den Veranstaltern. Es war ein heißer Sonnentag. Wir haben kräftig Schweiß vergossen nach all der Schlepperei mit unserem Equipment. Aber OWEH - es gab kein Bier. War vielleicht auch besser so, denn es gab auch keinen Kühlschrank. So beschränkten wir uns darauf unseren Flüssigkeitsverlust mit (lauwarmen) Mineralwasser und Holundersekt auszugleichen. Ist ja auch bei einem Holunder-Gartenfest ein "Muss". 

FAZIT:

LeNo kam beim Publikum sehr gut an. Manche kannten die von uns gespielten STS-Songs noch gar nicht ... Ähhh, wir haben keine Covertitel gespielt aber diese Reaktion zeigt, dass wir mit unseren Liedern durchaus mithalten können. Auch eine exellente handwerklich, musikalische Live-Darbietung wurde uns unterstellt. Ok, wir geben uns da sehr bescheiden. Obwohl wir mit guten Kritiken bisher immer belont worden sind, sind wir doch eine ganz normale Rockband (das hat auch schon John Lennon bezüglich Beatles behauptet) und bleiben fest im Boden der Realität verwurzelt, mit der Hoffnung nicht anzuwachsen. Flexibel möchten wir schon bleiben.

Einziges Mango:

Wir spielten natürlich ohne Gage (Spendnbox !!!) und hätten gerne mit dem Verkauf unserer CDs - pro CD je 2 EUROS - für die G. d. B. gespendet. Da ging nix - vermutlich ist der heimische Bedarf bereits gesättigt. Auch die Ankündigung in der lokalen Presse war mal wieder typisch NBK. Egal wo wir auftreten ist die Presse immer interessiert und bringt tolle Berichte mit Fotos. Der NBK in Bayreuth hat das nicht nötig. Ok, wir haben auch diese Kulturbanausen nicht nötig, denn wir wissen, der Prophet im eigenen Land zählt nur wenig.

Zum Ausklang tranken Winni und ich noch ein Käffchen auf der Gartenbank unter der prallen Nachmittagssonne. Mein Lohn am Abend: Übelkeit und Kopfschmerzen, sowie einen Sonnenbrand auf den Füßen.

Danke an die Veranstalter - Ihr wisst schon wofür. Eure Gärten der Begegnung sind eine wunderbare Sache. Dafür wünschen wir für die Zukunft noch viel Erfolg und kräftige Unterstützung von den Bayreuthern.