LOGBUCH

2016 - gut angekommen und wie geht´s weiter?

Wir hatten 2015 nicht viele Konzerte. Nicht weil wir unsäglich faul sind, nein, wir finden einfach nicht genügend für uns passende Lokalitäten für unsere Art von Musik. Club-Athmosphäre, schön intim mit engem Kontakt zum Publikum, Kleinkunstbühnen oder eben Vergleichbares, wie das Kintopp in Hollfeld. Egal, wo wir bisher aufgetreten sind waren die Menschen begeistert, froh und bedankten sich bei uns für den wunderschönen Abend.

Für uns gibt es in Franken - auch Oberfranken - noch viele weiße Flecken, wo wir gerne einige Farbtupfer hinterlassen würden.

Nun, gerade erhielt ich die Nachricht, dass wir wieder mit einem weiteren LeNo-Song auf den bundesweit angebotenen 3 CD-Album "Franken-Herzen" vertreten sind. Nach "Franken-Sterne" der 2. Teil des WHO IS WHO der fränkischen Musikszene aus 50 Jahren Musikgeschichte. Da hat wohl ein verantwortlicher Redakteur einen Narren an der Band LeNo gefressen?

Ward mers ab und schaua amoll, wies werd im Neia Joahr!

FRUSTLIED 2015

Auf vielfachem Wunsch nach unserem Konzert im Kintopp-Hollfeld hier der Text unseres LeNo-Songs zur aktuellen Flüchtlingssituation:

 

FRUSTLIED 2015

Text: Agathe Wachter & Norbert Appel (November 2015) / Melodie nach Chimes of freedom: BobDylan (Version: Byrds)

 

Die Toch wern wieder kürzer und mir spürn jetzt scho die Kält

die Blätter tanzen und das Thermometer fällt.

Mir sitzen in der warmen Wohnung, schenken uns an Rotwein ein.

Su hält mers aus, su simmers g´wöhnt und su soll`s bleim.

 

Und wenn ich in meim Bett lieg und kann den Regen prasseln hörn,

dann seh ich Bilder, die des Herbst-Idyll doch ganz empfindlich störn.

A klaaner Buu im roten Hemdla liegt ertrunken an am Strand,

er hot´s net gschafft, den Weg in`s vielgelobte Land.

 

Ka Mensch verlässt sei Heimat, do muss erscht viel passiern.

Mer kann verhungern und im Flüchtlingszelt erfriern.

Oder flüchtet nach Europa, setzt sei Läim dabei aufs Spiel.

Doch wenn die Welt dahaam verbrennt gibt’s nur a Ziel.

 

Und stell dir vor, wie des wohl sa muss, wemmer alles dort aufgibt.

Des tut bestimmt sauweh, wemmer sei Wurzel tief aus der Erdn zieht.

A Flüchtlingsstrom der Massen, sucht Schutz in unnerm Land,

denn ihre Heimat ist zerbombt und ausgebrannt.

 

Ich waaß in unnerm Land ham viele Angst vor fremde Leit.

Doch wemmer nachdenkt is mer vielleicht a bereit

diese Chance zu begreifen, die uns des Schicksal bringt

und die Parolen von den “Rechten“ net mitsingt.

 

Des is a Chance für uns und sicher a die Chance für dia Leit.

Mir lerna voneinander und dann kummt gewiß die Zeit

wo sie dann letztendlich ihr Heimatland neu baun,

die Wunden heilen und als Freunde uns vertraun.

 

Wenn bald die Läden in der Weihnachtszeit uns zum Luxuskauf verführn,

do spielt´s ka Rolln, do hammer Geld, do sollmer kaufen.

Mir füll´n die Bäuch mit Broutn, Plätzla, Stolln, mit Schampus und mit Bier

und mer verdrängt dass Leit` im Mittelmeer ersaufen.

 

Sie homm zu aner Fraa, hochschwanger, gsocht, wir homm kann Platz für dich.

Du kannst dich mit deim Moo und dem Esel in unnerm Stall verkriech.

Wär die Familie dann net später, mit ihr´m Kind nach Ägypten g´flücht

sondern im Boot zu uns, gäb´s Weihnachten vielleicht nicht.

 

 

Kintopp Hollfeld (13.11.2015)

Unsere Jahresabschlusskonzert zusammen mit dem Bayreuther Mundartartdichter Heiner Hartmann war für uns und für alle anwesenden Zuhörer ein voller und auch unvergesslicher Erfolg. 

Ja das Konzert war wohl mit eines unsrer besten. Entsprechend fielen auch die Feedbacks der Zuhörer aus. Der Sound im Kintopp ist aber auch hervorragend und wir waren sehr gut drauf. Mehr als drei Stunden hielten wir die Zuschauer im Kintopp bei guter Laune und auch nach mehreren Zugabe-Songs wollte keiner aufstehen und gehen. Irgendwie war es sehr familiär-harmonisch-intim und wieder einmal gab es ein tolles Feedback zwischen Band und Publikum.

Das von Agathe Wachter (Band True Colours) und mir zusammen kurzfristig für diesen Abend komponierte Frustlied 2015 zur aktuellen Flüchtlings-Problematik fand begeisternden Anklang. Wir hätten es gerne - wie geplant - mit Agathe zusammen vorgetragen. Leider machte uns da Agathes Erkrankung ein Strich durch die Rechnung. Schade, denn somit musste ich leider auch noch unseren Duett-Song A Yearning in my heart ohne ihre gesangliche Unterstützung singen.

Unser ganz besonderer Dank an das nette Kintopp - Team

für ihre Unterstützung, auch wenn das Kontingent für das „Musiker-Catering“ aus Kostengründen eingeschränkt wurde und für etwas Missstimmung sorgte, haben wir doch letztendlich dafür Verständnis. Bei den moderaten Bierpreisen und der optimalen Qualität des fränkischen Bieres im Bistro kann auch ein armer Musiker sich noch einige Durststiller aus eigener Tasche leisten und womöglich bleibt auch noch was von der Gage für einen neuen Satz Gitarrensaiten übrig. Als Amateurband erspielt man selten einen Gewinn, trägt alleine die Kosten für Instrumentarium, Proben, Bühnenequipment, An- und Rückfahrt. Unsere eigentlicher Lohn ist ein zufriedenes Publikum, der Applaus, das positive Feedback - nicht immer selbstverständlich bei Eigenkompositionen - und unsere eigene Spielfreude.

Noch eine kleine Anmerkung

Bei LeNo-Konzerten bekommt der Zuhörer zu einem geringen Eintrittspreis immer ein optimales „echtes“ LIVE-Konzert, was bei einigen Profi-Bands wie z.B. einige Tage vorher in der Oberfrankenhalle in Bayreuth nicht der Fall gewesen sein soll. Vermutlich gibt es aber doch viele Konzertbesucher, welche sich gerne für 60 € Eintritt bei einem Santiano-Konzert mit einem Voll-Playback verar... lassen.

Unsere Meinung

Ein Armutszeugnis für Profimusiker und eine Unverschämtheit dem Publikum gegenüber !

Wie wär es mal alternativ mit einem "ehrlichen" Livekonzert mit der LeNo-Band zu einem moderaten Eintrittspreis und einem stimmungsvollen, abwechslungsreichen Abend ?

 

 

Kommunbrautag Mitterteich 2015

Trotz zunehmender Kälte hielten wir und die Besucher im Hof der Zoigstube Lugert am 27.09.2015 zum Kommunbrautag tapfer durch. Mit einem fünfstündigen musikalischen Repertoire konnten wir als LeNo Band und auch - einmalig - als Oldie Cover Group (OCG) in der Besetzung der LeNo-Band + mit den beiden Mädels Agathe Wachter (Gitarre & Gesang) von True Colours sowie Heidi Schirner (Keyboard & Gesang) von Midnight Express die Gäste bei Stimmung und Laune halten. Weitere Infos dazu gibt es demnächst auch unter den Presseberichten auf unserer Website.

Kommentar eines Gastes:
Ja Mitterteich und Zoiglstuben bzw..-hof => ihr habt euch trotz der Schweinekälte sehr gut (wie immer) und tapfer geschlagen. Ganz nebenbei bemerkt, konnte ich beim Getränkeholen einem Gespräch zwischen zwei  Damen lauschen: Die eine war erst wegen der Kälte ausgerissen und in eine andere Zoiglstube indoor geflüchtet, da war es zwar warm, jedoch die Musike dort war gar nicht nach ihrem Geschmack. So kam sie zurück und lauschte weiter - wenn auch frierend - euren Liedern "

Noch etwas in eigener Sache.

So nebenbei konnten wir auch wieder einige LeNo-CDs loswerden. Fränggische Mundart scheint in der Oberpfalz doch ganz gut anzukommen (Live wie auf dem Silberling).

Nachdem bei den Gästen der Wunsch nach einer Wiederholung eines weiteren Konzertes sehr stark war, versprachen wir eventuell zum Vatertag 2016 noch einmal mit der OCG-Besetzung zu spielen. Der Zoiglwirt Lugert will dann einen Bus von Mitterteich nach Schwingen organisieren ...

Doch jetzt konzentrieren wir uns erst auf unser letztes LeNo-Konzert 2015 im Hollfelder Kintopp am Freitag, den 13. November. Karten können bereits im Vorverkauf über die Internetseit des Kintopp Hollfeld geordert werden. Wir hoffen auf euer zahlreiches Erscheinen und freuen uns auf ein Wiedersehen mit unseren Fans und auf die, die es noch werden (wollen, möchten, sollen).

OUR FIRST OPEN AIR CONZERT

So ein Freiluft-Konzert ist ja immer ein gewisses Wagnis und somit ein Termin, bei dem man nicht weiß, ob es klappt oder nicht.

Wir hatten Glück mit dem Wetter am 14. Juni 2015 mit unserem Special-Gig in den Gärten der Begegnung in Bayreuth. Gute Stimmung bei den Besuchern und den Veranstaltern. Es war ein heißer Sonnentag. Wir haben kräftig Schweiß vergossen nach all der Schlepperei mit unserem Equipment. Aber OWEH - es gab kein Bier. War vielleicht auch besser so, denn es gab auch keinen Kühlschrank. So beschränkten wir uns darauf unseren Flüssigkeitsverlust mit (lauwarmen) Mineralwasser und Holundersekt auszugleichen. Ist ja auch bei einem Holunder-Gartenfest ein "Muss". 

FAZIT:

LeNo kam beim Publikum sehr gut an. Manche kannten die von uns gespielten STS-Songs noch gar nicht ... Ähhh, wir haben keine Covertitel gespielt aber diese Reaktion zeigt, dass wir mit unseren Liedern durchaus mithalten können. Auch eine exellente handwerklich, musikalische Live-Darbietung wurde uns unterstellt. Ok, wir geben uns da sehr bescheiden. Obwohl wir mit guten Kritiken bisher immer belont worden sind, sind wir doch eine ganz normale Rockband (das hat auch schon John Lennon bezüglich Beatles behauptet) und bleiben fest im Boden der Realität verwurzelt, mit der Hoffnung nicht anzuwachsen. Flexibel möchten wir schon bleiben.

Einziges Mango:

Wir spielten natürlich ohne Gage (Spendnbox !!!) und hätten gerne mit dem Verkauf unserer CDs - pro CD je 2 EUROS - für die G. d. B. gespendet. Da ging nix - vermutlich ist der heimische Bedarf bereits gesättigt. Auch die Ankündigung in der lokalen Presse war mal wieder typisch NBK. Egal wo wir auftreten ist die Presse immer interessiert und bringt tolle Berichte mit Fotos. Der NBK in Bayreuth hat das nicht nötig. Ok, wir haben auch diese Kulturbanausen nicht nötig, denn wir wissen, der Prophet im eigenen Land zählt nur wenig.

Zum Ausklang tranken Winni und ich noch ein Käffchen auf der Gartenbank unter der prallen Nachmittagssonne. Mein Lohn am Abend: Übelkeit und Kopfschmerzen, sowie einen Sonnenbrand auf den Füßen.

Danke an die Veranstalter - Ihr wisst schon wofür. Eure Gärten der Begegnung sind eine wunderbare Sache. Dafür wünschen wir für die Zukunft noch viel Erfolg und kräftige Unterstützung von den Bayreuthern.

LeNo-Konzert im Drossenfelder Bräuwercksaal

am 8. Mai 2015 findet nicht statt ...

Der Grund liegt nicht bei uns. Nachdem wir nach mehrmaligen Rückfragen beim zuständigen Event-Bearbeiter des Bräuwercks keinerlei Feedback erhielten und unser fest vereibarter Konzerttermin vom Bräuwerck in keinem der vorhandenen Medien (Homepage, Gemeindemitteilungen usw.) veröffentlicht worden war, entschlossen wir uns beim Bräuwerck persönlich vorbeizuschauen.

Große Überraschung sowohl bei uns als auch bei den Verantwortlichen des Bräuwerck-Managements. Sie wussten von gar nichts. Der damalige Verantwortliche - Herr A. - hatte sozusagen über Nacht seine Tätigkeit beendet und keinerlei Termine, Absprachen sowie vorhandenes Werbematerial weiter bearbeitet noch an irgendwelche Nachfolger übergeben. Es gibt eben immer wieder auch die großen Wichtigtuer und Großmäuler, welche dann ganz schnell den Schwanz einziehen sobald es in Arbeit ausartet. Man sollte sich besser seine Mitarbeiter etwas genauer ansehen, bevor man sie anstellt, verpflichtet und mit Verantwortung versieht. Die Lautesten sind nicht immer die Geeignetsten.

Um neues Werbematerial zu erstellen und die Werbetrommel über alle zur Verfügung stehenden Medien neu anzukurbeln war die Zeit bis zu geplanten Termin schon zu kurz. Wir hatten auch keine Möglichkeit mehr bereits am Vorabend unser Equipment im Saal aufzubauen und einen Soundcheck zu machen. Der Saal war für diesen Abend bereits vergeben. Da 3 Musiker unserer Band berufstätig sind hätte dafür die Zeit am Auftrittstag nicht mehr ausgereicht.

Es gab für uns keine andere Möglichkeit als diesen Konzert-Termin zu stornieren. Vielleicht sollte es auch so sein. Möglicherweise ist am 8. Mai noch ideales Biergartenwetter. Wer besucht dann schon gerne eine Veranstaltung in einem Saal? Wir auch nicht !

Jetzt geben wir dem Bräuwerck-Team noch einmal die Chance uns einen Konzerttermin im Herbst/Winter-Zeitraum 2015 zu ermöglichen. Wir nehmen sie beim Wort. Dieses Versprechen hatten wir bereits erhalten, als wir uns am 8. Juli 2012 zum Drossenfelder Straßenfest als Testband kostenlos im noch unfertigem Bräuwercksaal für ein Konzert zur Verfügung stellten. Siehe auch den Medienbericht auf unserer Internetseite unter den Pressemitteilungen.

Ach ja - zum Schluss noch in eigener Sache ...

Es gibt noch einige Restbestände unserer CD " Blues a weng fränggischer Rock " über unsere Band. Auch bei allen Musik-Events in Winni´s Musikscheune in Schwingen (www.musikscheune-schwingen.de) kann die CD käuflich erworben werden solange der Vorrat noch reicht. Ansonsten besteht die Möglichkeit über den Intraton Verlag bei Sandy Wolfrum oder bei vielen Anbietern im Internet diese CD zu kaufen. Viele Internet-Verkäufer bieten auch einen MP3-Download unserer Lieder an.


Mitterteich beim Zoigl-Wirt

Kurz und schmerzlos:
Das war ein richtig toller Abend. Interessiertes, aufmerksames und stimmungsvolles Publikum. Schöne Atmosphäre und tolle Gastgeber.
Und so haben wir klasse gespielt und uns den ehrlichen Applaus und die Spenden verdient.
Was will man mehr?

Gerne wieder einmal ...

(Text: Christian Steinlein)

 

Nachtrag (03.04.2015 / von Noff)

Inzwischen hat unser lieber Tobi auch die aktuellen Fotos und den Pressebericht von unserem Zoigl-Gig in Mitterteich in unsere Homepage eingepflegt.

Bei den Hörproben haben wir auch was NEUES. Hier stellen wir Audiodateien (Fundstücke, Raritäten) vor, die einen Bezug zu unserer LeNo-Band haben.

Ansonsten hoffen wir auf ein baldiges Wiedersehen mit euch, unseren Freunden und Fans, vielleicht demnächst im Drossenfelder Bräuwerck (8.Mai). Falls die uns nicht vergessen haben. Mit Werbung für dieses Konzert haben die Verantwortlichen sich bis jetzt sehr zurückgehalten. Aber unter den Events auf unserer Homepage gibts ja immer die aktuellsten Mitteilungen über unsere Gigs und Konzerte.